1 Erhaltung der Betriebsbereitschaft von
Wasserlöschanlagen
1.1 Allgemeines
Sprinkler-, Sprühwasser- und Schaumlöschanlagen zeichnen
sich durch eine hohe Erfolgsquote beim Löschen von
Bränden, auch in Risiken mit hoher Brandbelastung, aus.
Zur Erhaltung der Betriebsbereitschaft dieser Löschanlagen
sind regelmäßige Kontrollen und Instandhaltungsarbeiten
erforderlich. Dieser Abschnitt beschreibt, welche
Maßnahmen an den Anlagen mindestens ausgeführt werden
müssen und wer für die Ausführung verantwortlich ist.
Die Vielfalt der verschiedenen Anlagenausführungen lässt
es jedoch nicht zu, alle Kontroll- und Instandhaltungsmaßnahmen
spezifiziert aufzuführen.
Der Betreiber muss regelmäßig Kontrollen durchführen (siehe
Abschnitt 1.3).
Für die Betreuung und die Kontrolle der Löschanlage
ist von der Unternehmensleitung ein verantwortlicher
Betriebs angehöriger („Sprinklerwart“) sowie ein Stellvertreter
zu benennen. Sie haben für die Einhaltung der Bedienungs-
und Wartungsanweisungen des Errichters und
der gesetzlichen Bestimmungen zu sorgen.
Nach Kontroll- und Instandhaltungsarbeiten ist die komplette
Anlage wieder in den richtigen Betriebszustand zu
versetzen.
Über alle Arbeiten zur Erhaltung der Betriebsbereitschaft
der Anlage muss der Betreiber ein auf dem Betriebsgelände
zu verwahrendes Betriebsbuch (z.B. VdS 2212) führen.
Anmerkung: Der Betreiber sollte alle Beteiligten von der
Absicht zur Durchführung der o. a. Arbeiten und/oder den
Ergebnissen in Kenntnis setzen.
Änderungen und Instandhaltungsarbeiten an Wasserlöschanlagen,
wie Inspektionen, Wartungen und Instandsetzungen
dürfen nur von VdS-anerkannten Errichtern ausgeführt
werden, die für die jeweilige Anlagenart anerkannt
sind und über die anlagenspezifischen Ersatzteile sowie
die notwendige Dokumentation verfügen.
Anmerkung: Die VdS-anerkannten Errichter für Wasserlöschanlagen
sind im Verzeichnis VdS 2490 aufgeführt.
1.1.1 Ersatzsprinkler
Zum Austausch von geöffneten oder beschädigten Sprinklern
ist auf dem Betriebsgelände ein Bestand an Ersatzsprinklern
vorrätig zu halten. Ersatzsprinkler und Sprinklerschlüssel
sind wie vom Hersteller geliefert in mindestens
einem Schrank an einem gut sichtbaren und zugänglichen
Ort, an dem die Umgebungstemperatur 38 °C nicht überschreitet,
aufzubewahren.
Die Anzahl der Ersatzsprinkler darf nicht geringer sein als:
a) 6 für LH-Anlagen
b) 24 für OH-Anlagen
c) 36 für HHP- und HHS-Anlagen
Der Bestand ist nach Entnahme von Ersatzsprinklern unverzüglich
aufzufüllen.
Sofern in der Anlage Sprinkler mit hohen Nennauslösetemperaturen,
Seitenwandsprinkler oder andere Arten von
Sprinklern oder Steuerventilen eingesetzt werden, ist auch
für diese ein ausreichender Bestand als Ersatz vorzuhalten.
Alte Ersatzsprinkler, die nicht mehr anerkannt sind (z.B.
solche mit einer Ansprechempfindlichkeit RTI > 200), müssen
gegen anerkannte Sprinkler spätestens dann ausgewechselt
oder entsprechend ergänzt werden:
􀁊 wenn Sprinkler in Regalen mit PP/PE/PS-Materialien
oder -Lagerbehältern vorhanden sind
􀁊 bei wesentlichen Erweiterungen oder Änderungen von
Anlagen
1.1.1.1 Austausch eingebauter Altsprinkler
Für eingebaute Sprinkler gilt Bestandsschutz, mit folgenden
Ausnahmen:
􀁊 Bei Regalsprinklern in Lagern mit PP/PE/PS- Materialien
oder Lagerbehältern, falls die Sprinkler hierfür
nicht mehr anerkannt sind; sie müssen durch solche,
die für dieses Risiko zulässig sind ersetzt werden.
􀁊 Einsatzbereiche, bei denen Zweifel an der Wirksamkeit
von Altsprinklern bestehen (z. B. bei ungenügender
Auslöseempfindlichkeit in Hohlräumen geringer Höhe
aber erhöhter Brandlast).
Bei wesentlichem Umbau oder wesentlicher Nutzungsänderung
vorhandener Sprinkleranlagen gilt o. g. Bestandsschutz
nicht.
Spätestens nach 50 Jahren sollen alte Sprinkler gegen solche
neuer, anerkannter Bauart ersetzt werden.
1.1.2 Vorsichtsmaßnahmen und Verfahrensweisen
bei nicht voll funktionsfähiger Anlage
1.1.2.1 Minimieren der Beeinträchtigung
Instandhaltungsarbeiten-, Änderungs- und Reparaturarbeiten
an nicht voll funktionsfähigen Anlagen sind so auszuführen,
dass Zeit und Umfang so gering wie möglich gehalten
werden.
Wenn eine Anlage außer Betrieb gesetzt wird, hat der Betreiber
mindestens folgende Maßnahmen zu ergreifen:
a) Die für Brände zuständigen Stellen sind für den Fall zu
informieren, dass der Alarm direkt zur Feuerwehr durchgeschaltet
ist.
b) Änderungen und Reparaturen an einer Anlage oder deren
Wasserversorgung (eventuell mit Ausnahme von Personenschutzanlagen,
siehe VdS CEA 4001, Anhang F) sind
während der normalen Betriebszeiten durchzuführen.
Betriebsbuch Wasserlöschanlagen VdS 2212 : 2015-03 (07)
6
c) Alle Feuerarbeiten sind in einem Genehmigungssystem
zu erfassen. Rauchen und offenes Feuer sind in den betreffenden
Bereichen verboten, solange die Arbeiten im
Gange sind.
d) Wenn eine Anlage über die Betriebszeiten hinaus außer
Betrieb bleibt, müssen sämtliche Brandschutztüren und
Feuerschutzklappen geschlossen bleiben.
e) Feuerlöschgeräte und hierfür ausgebildetes Personal
sind bereitzuhalten.
f) Der größtmögliche Teil einer Anlage muss in betriebsbereitem
Zustand belassen werden, indem Rohrleitungen,
die den Teil bzw. die Teile speisen, in dem/denen die
Arbeiten stattfinden, abgetrennt werden.
g) Wenn in Fertigungsbetrieben die Änderungs- bzw. Reparaturarbeiten
umfangreich sind oder es erforderlich
ist, ein Rohr mit mehr als 40 mm Durchmesser abzusperren,
oder Hauptabsperrarmaturen, Alarmventile
oder Rückschlagklappen zu überholen oder auszubauen,
ist alles zu tun, damit die Arbeiten bei stehenden
Maschinen durchgeführt werden.
h) Jede außer Betrieb gesetzte Pumpe ist mit Hilfe der entsprechenden
Ventile abzutrennen.
i) Das für die betroffenen Bereiche verantwortliche Überwachungspersonal
ist in Kenntnis zu setzen und der Bereich
ist ständig zu begehen.
Anmerkung: Damit über Nacht ein gewisser Schutz besteht,
sollten, soweit möglich, Teile der Gruppen durch die Verwendung
von Steck- und Blindscheiben wieder in Betrieb
gesetzt werden; die Steck- und Blindscheiben sind mit gut
sichtbaren Etiketten zu versehen, die durchnummeriert und
aufgezeichnet werden, um ein Entfernen nach Abschluss
der Arbeiten sicherzustellen.
1.1.2.2 Planmäßige Abschaltung
Sofern es sich nicht um einen Notfall handelt, darf allein
der Betreiber die Genehmigung für das Abschalten einer
Sprinklergruppe oder einer Zone erteilen.
Bevor eine Anlage ganz oder teilweise abgeschaltet wird,
sind alle Teile des Betriebsgeländes zu prüfen, um sicherzustellen,
dass es keinerlei Anzeichen für einen Brand gibt.
Ist das Betriebsgelände durch getrennte Nutzer in miteinander
verbundenen Gebäude unterteilt oder in Risiken,
die durch gemeinsame Sprinkleranlagen geschützt sind,
sind alle anderen Benutzer ebenfalls über die Abschaltung
der Anlage zu informieren.
Besonders zu beachten sind Situationen, in denen die Rohrleitungen
einer Anlage durch Wände oder Decken geführt
sind, wenn mit diesen Rohrleitungen Sprinkler in Bereichen
versorgt werden, die besondere Aufmerksamkeit erfordern.
1.1.2.3 Unplanmäßige Abschaltung
Wenn eine Anlage in Notfällen oder bedingt durch einen Fehler
außer Betrieb gesetzt wird, so sind die in Abschnitt 1.1.2.1
angegebenen Vorsichtsmaßnahmen, soweit sie zutreffen, mit
geringst möglicher Verzögerung durchzufüh-ren. Die betroffenen
Stellen sind so schnell wie möglich zu informieren.
1.2 Verfahrensweise nach einer Auslösung
der Anlage
1.2.1 Allgemeines
Die Wasserversorgung zu einer aktivierten Sprinkleranlage
oder Zone einer Sprinkleranlage darf nicht abgestellt werden,
bis alle Brände gelöscht sind.
Die Entscheidung, eine durch einen Brand aktivierte Sprinkleranlage
oder Zone abzuschalten, darf ausschließlich die
Feuerwehr treffen.
Im Anschluss an das Abschalten nach einem Einsatz einer
Sprinkleranlage sind die geöffneten Sprinkler gegen
Sprinkler der richtigen Bauart und Nennöffnungstemperatur
auszutauschen, und die Wasserversorgung ist wiederherzustellen.
Ungeöffnete Sprinkler im Umkreis des
Bereichs, in dem die Sprinkler aktiviert wurden, sind auf
Beschädigungen durch Hitze oder andere Ursachen zu untersuchen
und nötigenfalls auszutauschen.
Ausgebaute Anlageteile sind vom Betreiber für eine eventuelle
spätere Untersuchung durch die zuständigen Stellen
aufzubewahren.
1.3 Kontrollprogramm für den Betreiber
1.3.1 Allgemeines
Die Errichterfirma liefert dem Betreiber Anweisungen über
die durchzuführenden Kontrollen für die Anlage. Dazu gehören
auch Maßnahmen, die bei Störungen und Auslösung
der Anlage zu ergreifen sind. Das Verfahren für den
manuellen Start von Pumpen sowie Einzelheiten zur wöchentlichen
Kontrolle entsprechend Abschnitt 1.3.3 sind
darin besonders zu behandeln.
Anmerkung: Bei Anlagen ohne sicherheitstechnisch bedeutsame
Mängel,
􀁊 die durch VdS mindestens einmal jährlich geprüft werden,
􀁊 bei denen ein Abschluss eines Instandhaltungsvertrages
mit einem VdS-anerkannten Errichter vorliegt
sowie
􀁊 mit geeigneten organisatorischen Maßnahmen,
können die täglichen und wöchentlichen Kontrollen in Abstimmung
mit VdS in geeigneter Weise angepasst werden.
1.3.2 Besondere Kontrollen
In der kalten Jahreszeit ist besonders auf die Frostsicherheit
der Sprinkleranlagen zu achten. Bei Trockenanlagen
sind die Rohrnetze vor und während jeder Frostperiode zu
VdS 2212 : 2015-03 (07) Betriebsbuch Wasserlöschanlagen
7
entwässern. Weiteres zum Frostschutz in Sprinkleranlagen
ist in VdS 2373 enthalten.
Folgende Kontrollen sind durchzuführen und aufzuzeichnen:
􀁊 Akkumulatoren
Es sind Elektrolytstand und -dichte aller Zellen von Akkumulatoren
(einschließlich der Starterbatterien für Dieselmotoren
und denen für die Stromversorgung der Schaltschränke)
zu kontrollieren. Wenn die Dichte zu gering ist, ist
das Batterieladegerät durch den Errichter prüfen zu lassen.
Falls dieses einwandfrei funktioniert, sind die betroffenen
Batterien durch den Errichter austauschen zu lassen.
􀁊 Kontrolle der Ölstände von Kompressoren
Zusätzlich sind alle von den Bauteileherstellern vorgeschriebenen
Verfahren durchzuführen.
1.3.3 Tägliche Kontrollen
Es sind tägliche Kontrollen an allen Werktagen durchzuführen.
Durch Sonn- und Feiertage darf der maximale Abstand
der Kontrollen drei Tage nicht überschreiten. Bei Anlagen,
deren Betriebsbereitschaft nach VdS CEA 4001, Abschnitt
19 selbsttätig überwacht wird, darf auf die täglichen
Kontrollen verzichtet werden. Diese Kontrollen sind jedoch
mindestens wöchentlich durchzuführen.
Im Einzelnen sind zu kontrollieren und aufzuzeichnen:
􀁊 Füllhöhen in Wasserbehältern (Vorratsbehälter,
Zwischen-, Erd- und Hochbehältern sowie Auffüllbehälter
für Pumpen)
􀁊 Füllhöhen in Druckluftwasserbehältern
􀁊 Füllhöhen von Kraftstoffbehältern
􀁊 Füllhöhen von Schaummittelbehältern
􀁊 Druck im Druckluftwasserbehälter
􀁊 Druck vor den Alarmventilen
􀁊 Druck in den Rohrleitungen von Trocken-, Nass-Trockenund
vorgesteuerten Gruppen
􀁊 Funktionsfähigkeit der Heizeinrichtungen (während der
Heizperiode) in der Sprinklerzentrale, im Bereich von
Nassanlagen usw.
1.3.4 Wöchentliche Kontrolle
1.3.4.1 Allgemeines
Jeder Teil der wöchentlichen Kontrolle ist in Abständen von
nicht mehr als 7 Tagen durchzuführen.
1.3.4.2 Kontrollen
Folgendes ist zu kontrollieren und aufzuzeichnen:
a) die richtige, betriebsbereite Stellung sämtlicher Haupt-
Absperrarmaturen.
Anmerkung: Die Absperrarmaturen in Leitungen, wie vor und
hinter der Pumpe, von den Wasserzufuhren zur Löschanlage,
vor Alarmventilen, durch die der Wasserfluss unterbrochen
werden kann, müssen in offenem Zustand so gesichert sein,
dass ein Unbefugter sie nicht verstellen kann. Die Absperrarmaturen
in Leitungen, wie der Probierleitung, der Leitung
zu den Feuerwehreinspeisungen, der Entleer ungsleitung
von Behältern, durch die der Wasserfluss vermindert werden
kann, müssen im geschlossenem Zustand so gesichert sein,
dass ein Unbefugter sie nicht verstellen kann.
b) alle Wasserstände in Flüssen, Kanälen, Seen die für die
Wasserversorgung der Anlage relevant sind.
1.3.4.3 Kontrolle der Alarmierungseinrichtung
Jede Alarmierungseinrichtung soll 30 s lang ertönen;
gleichzeitig ist die Alarmübertragung zur ständig besetzten
Stelle zu kontrollieren.
Anmerkung: Die Überprüfung ist mit dem Empfänger des
Alarmsignals abzustimmen.
1.3.4.4 Kontrolle des automatischen Pumpenstarts
Die Kontrolle des automatischen Pumpenstarts umfasst:
a) Kontrolle des Kraftstoffvorrats, Motorenöl- und Kühlwasser
stand bei Dieselmotoren
b) Auslösen des automatischen Starts durch Minderung
des Wasserdrucks an der Starteinrichtung
c) Messung und Aufzeichnung des Startdrucks sobald die
Pumpe anläuft
d) Kontrolle des Öldrucks, der Kühlwassertemperatur und
Motordrehzahl bei Dieselmotoren und des Kühlwasserflusses
im offenen Kühlkreislauf
Bei der Kontrolle des Pumpenstarts muss ein Probelauf
erfolgen, der so lange dauern muss, bis die normalen Betriebskennwerte
des Antriebsmotors, wie Stromaufnahme,
Öl-, Kühlwassertemperatur, erreicht sind. Bei Elektromotorantrieb
wird die Stromaufnahme gemessen.
1.3.4.5 Kontrolle der manuellen Startwiederholung
bei Dieselmotoren
Unmittelbar nach dem Pumpenstart entsprechend Abschnitt
1.3.4.4 sind bei Dieselmotoren folgende Kontrollen
durchzuführen:
a) Der Motor muss für die Dauer entsprechend den Herstellerangaben,
jedoch mindestens bis zum Erreichen
der Betriebstemperatur, laufen. Danach wird der Motor
abgestellt und sofort mit der manuellen Starteinrichtung
neu gestartet.
b) Der Wasserstand des Primärkreislaufs von Kühlsystemen
mit geschlossenem Kreislauf ist zu kontrollieren.
Öldruck, Motortemperaturen und Kühlwasserstrom sind während
der gesamten Kontrolle zu überwachen. Ölleitungen sind
zu kontrollieren; außerdem ist eine allgemeine Kontrolle auf
Leckagen von Kraftstoff, Kühlmittel und Abgas durchzuführen.
Betriebsbuch Wasserlöschanlagen VdS 2212 : 2015-03 (07)
8
Dies gilt auch für Dieselmotoren von Ersatzstromaggregaten.
1.3.5 Monatliche Kontrolle
Folgendes ist zu kontrollieren und aufzuzeichnen:
􀁊 Sichtkontrolle der Zustände des Rohrnetzes, der
Sprinkler, der Düsen und der Rohraufhängungen
􀁊 eine Funktionskontrolle der automatischen Nachspeisevorrichtung
für Zwischenbehälter, Pumpenauffüllbehälter
und Hochbehälter sowie der zugehörigen Spüleinrichtung
in der Zuleitung von der Trinkwasserversorgung.
􀁊 Kontrolle der zulässigen Lagerhöhen; Kontrolle der
Mindestabstände zwischen Sprinklersprühteller bzw.
Düsen und Oberkante Lagergut
􀁊 Sprinkleranlagen mit Schaummittelzumischung
􀁊 Funktionskontrolle der Zumischeinrichtung und deren
Armaturen ohne Schaummittel-Wasser-Gemisch.
1.3.6 Vierteljährliche Kontrolle
1.3.6.1 Allgemeines
Folgende Kontrollen sind in Abständen von nicht mehr
als 13 Wochen durch den Betreiber/Sprinklerwart durchzuführen,
aufzuzeichnen und können im Rahmen der Instandhaltung
auch durch einen VdS-anerkannten Errichter
durchgeführt werden.
1.3.6.2 Kontrolle der Einstufung in
Brandgefahrenklassen
Die Auswirkungen von Änderungen an Konstruktionen,
Nutzungen, Lagerkonfigurationen, Heizungen, Beleuchtungen
oder Maschinen und Geräten usw. innerhalb eines
Gebäudes auf die Einstufung in Brandgefahrenklassen
oder die Auslegung der Anlage sind festzustellen, so dass
eine geeignete Anpassung durchgeführt werden kann.
Anmerkung: Im Fall von wesentlichen Änderungen sollte
die zuständige Stelle oder ein anerkannter Errichter bezüglich
der korrekten Einstufung konsultiert werden.
1.3.6.3 Sprinkler, Steuerventile und Sprühdüsen
Sprinkler, Steuerventile und Sprühdüsen, auf denen sich
Ablagerungen gebildet haben, sind sorgfältig zu reinigen.
Angestrichene oder verformte Sprinkler, Steuerventile oder
Sprühdüsen sind durch einen VdS-anerkannten Errichter
austauschen zu lassen.
Besonders zu beachten sind Sprinkler in Sprühkabinen,
wo häufigere Reinigungen und/oder Schutzmaßnahmen
erforderlich sind.
1.3.6.4 Rohrleitungen und Rohrhalterungen
Rohrleitungen und Rohrhalterungen sind stichprobenartig auf
Korrosion zu kontrollieren und gegebenenfalls anzustreichen.
Anstriche auf Bitumenbasis an Rohrleitungen einschließlich
Gewindeenden verzinkter Rohre sowie Rohrhalterungen
sind nach Bedarf zu erneuern.
Anmerkung: Je nach den vorherrschenden Bedingungen
sollten Anstriche auf Bitumenbasis in Abständen zwischen
einem und fünf Jahren erneuert werden.
Wickelband an Rohren ist nach Bedarf zu reparieren.
Elektrische Erdungsanschlüsse der Rohrleitungen sind zu
kontrollieren. Sprinklerrohre dürfen nicht zur Erdung elektrischer
Geräte benutzt werden. Alle Erdungsanschlüsse von
elektrischen Geräten sind zu entfernen und anderweitig anzuschließen.
1.3.6.5 Frostschutzmittel
Die Dichte eines Frostschutzmittelgemisches ist in frostgefährdeten
Bereichen während der Frostperiode vierteljährlich,
bei Tiefkühllagerung generell vierteljährlich zu kontrollieren.
1.3.6.6 Stromversorgungen
Alle sekundären Stromversorgungen (z. B. durch Dieselgeneratoren)
sind auf bestimmungsgemäße Funktion zu prüfen.
1.3.6.7 Absperrarmaturen
Alle Absperrarmaturen, die den Wasserfluss zu den Sprinklern
kontrollieren, sind zu betätigen um sicherzustellen,
dass sie sich in funktionsfähigem Zustand befinden. Sie
sind danach wieder in die korrekte Stellung zu bringen
und zu sichern. Dies gilt für die Absperrarmaturen an allen
Wasserversorgungen, an Alarmventilen sowie allen Zonenoder
sonstigen Zusatz-Absperrarmaturen.
1.3.6.8 Strömungsmelder
Strömungsmelder sind auf ihre Funktion und Zuordnung
zum Schutzbereich zu kontrollieren.
1.3.6.9 Begleitheizungen und örtliche Heizungen
Heizungen, die ein Einfrieren der Sprinkleranlage verhindern,
sind auf richtiges Funktionieren zu prüfen.
1.3.6.10 Überwachungsanlage
Funktionskontrolle der Überwachungsanlage (min. 1 Geber
je Überwachungslinie); inklusive Übertragung zur ständig
besetzten Stelle (siehe VdS CEA 4001, Abschnitt 19).
1.4 Instandhaltungsprogramm durch den VdSanerkannten
Errichter
Jede routinemäßige Prüfung im Rahmen des Programms
ist von einer sachkundigen Person des VdS-anerkannten
Errichters durchzuführen, die dem Betreiber einen unterzeichneten
und datierten Inspektionsbericht liefert sowie
über durchgeführte und erforderliche korrigierende Maßnahmen
in Kenntnis setzt. Diese Person beschreibt darüber
hinaus auch alle äußeren Umstände, welche die Ergebnisse
eventuell beeinflusst haben.
Zusätzlich zum Programm dieses Abschnittes sind alle von
den Bauteileherstellern empfohlenen Verfahren durchzuführen.
VdS 2212 : 2015-03 (07) Betriebsbuch Wasserlöschanlagen
9
1.4.1 Halbjährliche Instandhaltungsarbeiten durch
den anerkannten Errichter
1.4.1.1 Allgemeines
Folgende Prüfungen und Inspektionen sind in Abständen
von nicht mehr als 6 Monaten durchzuführen und zu dokumentieren.
1.4.1.2 Kontrolle des Pumpenstarts
Wird ein Elektromotor bei Netzausfall von einem Ersatstromaggregat
versorgt, so ist die Umschaltautomatik zu prüfen.
1.4.1.3 Trockenalarmventile
Trockenalarmventile sowie alle Schnellöffner und Schnellentlüfter
in Trockenanlagen und Tandemanlagen sind einer
Durchschlagprobe zu unterziehen.
Um eine Flutung des gesamten Rohrnetzes zu vermeiden,
darf hinter dem Alarmventil eine Zusatzabsperrung installiert
werden. Diese muss in offener Stellung gesichert werden.
Zur Beurteilung des Trockenrohrnetzes ist die Durchschlagprobe
alle fünf Jahre mit Vollflutung über die Prüfeinrichtung
im Beisein der zuständigen Stelle durchzuführen.
Die Alarmventile sind zu öffnen, einer inneren Prüfung zu
unterziehen und mechanisch zu bewegende Bauteile sind
auf Leichtgängigkeit zu prüfen. Bei Bedarf sind die Stationen
instand zu setzten.
1.4.1.4 Sprinkleranlagen mit Zumischung von
Schaummitteln
Eine Funktionsprobe der Schaummittel-Zumischeinrichtung
mit Wasser ohne Verwendung von Schaummittel ist
durchzuführen. Ziel der Kontrolle ist die Überprüfung der
Funktion aller mechanischen und elektrischen Komponenten
der Schaummittel-Zumischeinrichtung ohne Zumischung
von Schaummittelkonzentrat.
Schaummittel-Behälter und Bauteile, die dauernd mit
Schaummitteln in Berührung stehen, sind auf äußerlich
erkennbare Anzeichen eines Defektes, z. B. Undichtigkeit
und Verkrustungen an Dichtungen, zu überprüfen.
1.4.2 Jährliche Instandhaltungsarbeiten durch den
VdS-anerkannten Errichter
1.4.2.1 Allgemeines
Folgende Prüfungen und Inspektionen sind in Abständen
von nicht mehr als 12 Monaten durchzuführen und zu dokumentieren.
1.4.2.2 Nassalarmventile
Die Alarmventile sind zu öffnen, einer inneren Prüfung zu
unterziehen und mechanisch zu bewegende Bauteile sind
auf Leichtgängigkeit zu prüfen. Bei Bedarf sind die Stationen
instand zu setzten.
1.4.2.3 Prüfung der Durchflussrate von automatischen
Pumpen und öffentlichen Wasserleitungsnetz
(Direktanschluss)
Jede Sprinklerpumpe bzw. Direktanschluss einer Anlage ist
unter Volllastbedingungen zu prüfen. Es gilt dabei den gesamten
Einsatzbereich der Pumpe (Pumpenkurve) oder des
Direktanschlusses zu überprüfen. Dabei müssen die geforderten
Druck- und Durchflussratenwerte erbracht werden.
Anmerkung: Druckverluste in den Zuleitungen und Ventilen
zwischen der Wasserquelle und dem Manometer an der
Messstelle sind zu berücksichtigen.
1.4.2.4 Prüfung von Dieselmotoren nach erfolglosen
Startversuchen
Der Alarm nach erfolglosen Startversuchen muss nach
sechsmaligem Durchdrehen des Motors aktiviert werden,
wenn die folgenden Schritte ausgeführt wurden:
a) Unterbrechung der Kraftstoffversorgung
b) Durchdrehen des Motors für mindestens 15 s
c) Unterbrechung des Durchdrehens des Motors für nicht
weniger als 10 s und nicht länger als 15 s
d) fünfmalige Wiederholung der Schritte (b) und (c)
e) Wiederanschluss der Kraftstoffversorgung
Unmittelbar nach dieser Prüfung ist der Motor mit der manuellen
Starteinrichtung zu starten.
1.4.2.5 Zuflussregelarmaturen für Behälter
Die Zulaufregelarmaturen für Behälter sind auf bestimmungsgemäße
Funktion zu prüfen.
1.4.2.6 Filter und Siebe
Filter und Siebe in der Wasserversorgung sind mindestens
einmal pro Jahr zu untersuchen und bei Bedarf zu reinigen.
1.4.2.7 Sprinkleranlagen mit Zumischung von
Schaummitteln
Bei Sprinkleranlagen mit Zumischung von Schaummitteln
ist die Schaummittelqualität durch den Hersteller oder
nach Angaben des Herstellers durch eine dafür ausgebildete
Fachkraft zu prüfen. Das Vorhandensein spezifizierter
Konzentratmengen in betriebsbereiten Schaummittel-Lagereinrichtungen
und die Menge der verfügbaren Reserve
sollte bezüglich der dafür geltenden Anforderungen überprüft
werden.
Es ist eine Funktionsprobe der Zumischeinrichtung und deren
Armaturen mit Schaummittel über die Testleitung vorzunehmen.
Die Funktion der Schaummittel-Zumischeinrichtung
ist bei einer Wasserrate von 500 l/min zu prüfen. Hierzu
müssen geeignete Durchflussmesseinrichtungen fest
installiert (oder vor Ort) sein. Die prozentuale Zumischung
Betriebsbuch Wasserlöschanlagen VdS 2212 : 2015-03 (07)
10
des Schaummittels muss den vom Schaummittelhersteller
angegebenen Werten entsprechen bzw. sich in den vom
Hersteller angegebenen Toleranzen bewegen. Das Wasser-
Schaummittel-Gemisch muss während der Probe über
einen geeigneten Anschluss in ein entsprechend dimensioniertes
Auffangbehältnis eingeleitet werden.
Der Betreiber ist für die geordnete Entsorgung des Wasser-
Schaummittel-Gemisches verantwortlich. Eine Verunreinigung
der Wasserversorgung durch Schaummittel muss
verhindert werden. Unmittelbar nach Ablauf der Zeit, in der
die für die Anlage vorgesehene Zumischung erreicht werden
muss, ist das Wasser-Schaummittel-Gemisch aus der
Testleitung zu entnehmen. Die Zeitspanne, in der die für
die Anlage vorgesehene Zumischung erfolgt, darf dabei
3 min nicht überschreiten. Die Einsatzkonzentration des
Schaummittels muss durch geeignete Mittel (z. B. Refraktometer,
Leitfähigkeitsmessgerät) nachgewiesen werden.
Die Schaummittel führenden Bauteile, die im Bereitschaftszustand
schaummittelfrei sind, sind nach dem Test mit
Wasser zu spülen.
Bauteile, die ständig mit Schaummittelgemisch gefüllt sind,
sind zu entleeren und vor Wiedereinfüllen des Schaummittels
bzw. Schaummittelgemischs gründlich mit Wasser zu
spülen.
1.4.3 3-Jahres Inspektion durch den
VdS-anerkannten Errichter
1.4.3.1 Allgemeines
Folgende Prüfungen und Inspektionen sind in Abständen
von nicht mehr als 3 Jahren durchzuführen und zu dokumentieren.
1.4.3.2 Absperrarmaturen, Alarmventile und Rückflussverhinderer
der Wasserversorgung
Alle Absperrarmaturen, Alarmventile und Rückflussverhinderer
der Wasserversorgung sind zu überprüfen und, falls
erforderlich, auszutauschen oder instand zu setzen.
1.4.4 5-Jahres Inspektion durch den
VdS-anerkannten Errichter
Alle Behälter mit einer inneren Beschichtung oder inneren
Auskleidung sind von innen und außen auf Korrosion, Zustand
der Beschichtung sowie Auskleidung zu prüfen. Die
Behälter sind nach Bedarf zu reinigen und instand zu setzen.
Die Prüfintervalle für Druckluftwasserbehälter ergeben sich
aus der Druckgeräterichtlinie und den entsprechenden
Verordnungen.
1.4.5 15-Jahres Inspektion durch den
VdS-anerkannten Errichter
In Abständen von nicht mehr als 15 Jahren sind alle Wasserbehälter
zu entleeren, zu reinigen und von innen zu untersuchen.
Der Baukörper ist nach Bedarf instand zu setzen.
1.4.6 25-Jahres Überprüfung/
12,5-Jahres Überprüfung
Die Anforderungen hinsichtlich Ablauf und Umfang der
Prüfungen sind im Merkblatt VdS 2091 beschrieben.
Bei Nassanlagen ist nach 25 Jahren und bei Trockenanlagen
nach 12,5 Jahren eine Kontrolle des gesamten Rohrnetzes
vornehmen zu lassen. Im Anschluss ist das Rohrnetz
bei 1 bar über Anlagen-Betriebsdruck, mindestens jedoch
10 bar, für die Dauer von 2 Stunden abzupressen und ggf.
nach der Überprüfung gründlich durchzuspülen. Fehlende
Prüfeinrichtungen (siehe VdS CEA 4001, Kapitel 13.5.2) am
Ende des Rohrnetzes sind zu ergänzen. Unabhängig vom
Anlagentyp sind Folgeprüfungen spätestens nach einem
Zeitraum von 12,5 Jahren durchzuführen, außer es wurden
andere Maßnahmen festgelegt.
Bei Nassanlagen kann die Untersuchung der Rohrabschnitte
im Regelfall auf die in der Tabelle 1.01 genannte
Anzahl zu überprüfenden Alarmventilstationen beschränkt
werden.
Nassanlagen
Anzahl der vorhandenen
Alarmventilstationen
Anzahl der zu überprüfenden
Alarmventilstationen
(Rohrnetz)
bis 10 1
bis 20 2
bis 30 3
bis 40 4
bis 50 5
usw.
Tabelle 1.01: Stichprobenumfang Rohrnetznachprüfung
Ist die Gesamtzahl der Stationen auf mehrere Gebäude
verteilt, muss pro Gebäude mindestens das Rohrnetz einer
Alarmventilstation untersucht werden.
Wird die Untersuchung des Rohrnetzes von mehreren
Alarmventilstationen innerhalb eines Gebäudes erforderlich,
sollten besonders die Bereiche untersucht werden, bei
denen durch betriebsbedingte Einflüsse Schäden an den
Rohrleitungen auftreten können.
Eine Reduzierung des Umfangs der Untersuchungen ist
bei Trockenanlagen nicht zulässig.
Die Kenndaten der eingebauten Sprinkler jedes Errichters
sind stichprobenartig durch die VdS-Laboratorien nachprüfen
zu lassen. Der Umfang der Stichproben ist in Tabelle
1.02 aufgeführt
VdS 2212 : 2015-03 (07) Betriebsbuch Wasserlöschanlagen
11
Gesamtzahl vorhandener
Sprinkler
Anzahl einzureichender
Sprinkler
bis 5.000 20
bis 10.000 40
bis 20.000 60
bis 30.000 80
bis 40.000 100
über 40.000
Risikoabhängige Festlegung
durch VdS
Tabelle 1.02: Stichprobenumfang für Sprinklernachprüfung
Sind hängende Trockensprinkler (HTS) eingebaut sind diese
ebenfalls stichprobenartig durch die VdS-Laboratorien
alle 12,5 Jahre nachprüfen zu lassen. Der Umfang der
Stichproben ist in Tabelle 1.03 aufgeführt.
Gesamtzahl vorhandener
HTS
Anzahl einzureichender
HTS
bis 100 5
bis 200 10
über 200 Entsprechend Tabelle 1.02
Tabelle 1.03: Stichprobenumfang für hängende Trockensprinklerprüfung
Bei der Auswahl der Sprinkler sollten besonders aus den
Bereichen Sprinkler ausgebaut werden, bei denen durch
betriebsbedingte Einflüsse Schäden an den Sprinklern auftreten
können. Solche Einflüsse können z. B. sein:
􀁊 häufiger Wasserwechsel infolge Erweiterungen an der
Sprinkleranlage
􀁊 besonders korrosive Umgebungsbedingungen
􀁊 Einfluss des verwendeten Wassers
􀁊 periodischer Wechsel der Einwirkung von Wärme und
Kälte
􀁊 Vibrationen
􀁊 Strahlungswärme
Sind die Sprinkler auf mehrere Gebäude verteilt, so sind
pro Gebäude mindestens 20 Sprinkler einzureichen.
Bei mehreren betriebsbedingten Einflüssen innerhalb
eines Gebäudes kann die Untersuchung einer größeren
Anzahl von Sprinklern erforderlich werden. Die Anzahl wird
risikoabhängig von VdS festgelegt.
Ist bei den geprüften Sprinklern die Fehlerquote, die
􀁊 zum Versagen führen kann > 2,5 %,
􀁊 zur Beeinträchtigung führen kann > 25 %,
􀁊 die Summe aus beiden > 25 %,
sind weitere Maßnahmen erforderlich.
Zur Absicherung bzw. Überprüfung des Ergebnisses können
zwei weitere Stichproben-Untersuchungen durchgeführt
werden, wobei die Fehlerquote für alle eingereichten
Sprinkler bewertet wird. Liegt die Fehlerquote nach der dritten
Stichprobe für alle untersuchten Sprinkler über den aufgeführten
Werten, sind Maßnahmen erforderlich, wie z. B.
der Ausbau der Sprinkler der betroffenen Anlage. Sollten
die negativ ausgefallenen Stichproben Teile der Anlage betreffen,
die aufgrund der vorliegenden Umgebungsbedingungen
nicht für die gesamte Anlage repräsentativ sind, ist
eine Beurteilung der Anlage unter Einbeziehung der vorliegenden
Umgebungsbedingungen durch VdS notwendig.
Hier kann eine neue Stichprobe für einen anderen Teil der
Anlage erforderlich werden, bei deren Beurteilung jedoch
die negativen Ergebnisse der vorherigen Stichproben außer
Acht gelassen werden.
Anmerkung 1: Weitere Strichproben sind nur sinnvoll wenn die
oben aufgeführten Fehlerquoten mit der gesamten Stichprobe
(Summe der einzelnen Stichproben) unterschritten werden
kann. Für eine zweite Stichprobe mit gleichem Umfang trifft
dies zu, wenn die Fehlerquote der ersten Stichprobe, die
􀁊 zum Versagen führen kann maximal 5 %,
􀁊 zur Beeinträchtigung führen kann maximal 50 %,
􀁊 die Summe aus beiden maximal 50 %
beträgt. Eine dritte Stichprobe mit gleichem Umfang ist nur
sinnvoll, wenn die gesamte Fehlerquote der beiden vorherigen
Stichproben, die
􀁊 zum Versagen führen kann maximal 3,25 %,
􀁊 zur Beeinträchtigung führen kann maximal 37,5 %,
􀁊 die Summe aus beiden maximal 37,5 %
beträgt. Es ist unter ökonomischen Gesichtspunkten bezogen
auf die Anlagengröße abzuwägen, ob eine zweite bzw.
dritte Stichprobe sinnvoll ist. Der minimale Stichprobenumfang
hat Tabelle 1.01 zu entsprechen. Eine Erhöhung des
Stichprobenumfangs ist mit VdS abzustimmen.
Innerhalb eines Stichprobenumfanges sollen möglichst
Sprinkler gleicher Bauart aus anlagentypischen Bereichen
eingereicht werden. Sollten in der Anlage unterschiedliche
Sprinkler unterschiedlicher Bauart installiert sein, soll möglichst
eine repräsentative Stichprobe für jede Bauart eingereicht
werden.
Anmerkung 2: Ein Versagen einzelner Sprinkler wird unterstellt,
wenn der Sprinkler nicht öffnet, der K-Faktor um 30
% reduziert ist oder das Wasser nicht verteilt wird. Eine Beeinträchtigung
wird angenommen bei um mehr als 10 %
reduziertem K-Faktor oder Sprühbehinderung.
Für die Sprinkleranlage ist durch den VdS-anerkannten
Errichter eine Bestätigung bezogen auf die ausgeführten
Tätigkeiten, anzufertigen und VdS einzureichen.
1.4.7 Änderungen durch den
VdS-anerkannten Errichter
Werden innerhalb der geschützten Räume Änderungen
vorgenommen, z. B. Errichten von Zwischenwänden, Einziehen
von Zwischendecken, Aufstellen von neuen Maschinen
oder Änderungen an der betrieblichen Einrichtung, so
muss auch der Sprinklerschutz den neuen Verhältnissen
angepasst werden.

Medien

Kontakt

Im Kattenbusch 2
44649 Herne
Tel.: 02325/ 64086-0 
Fax: 02325/ 64086-29
Email: info@sprica.de
Website: www.sprica.de
  
24 h Notdienst: 
0177 / 33 400 43
Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.